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Marketplace-Händler unzufrieden mit Amazon

Eine aktuelle Umfrage unter Amazons Marketplace-Händlern zeigt deren Unzufriedenheit mit dem Onlineversand-Giganten.

Es geht um Kontosperrungen, Händlersupport oder den Einbehalt von Geld: Eine aktuelle Studie unter 1.600 Händlern des Onlineverbandes (OVH) wirft Licht auf die Unzufriedenheit von Amazons Marketplace-Händlern mit dem Unternehmen.

Zur Studie des Bundesverband Onlinehandel (BVOH) 

Die Ergebnisse der Umfrage, die im Dezember letzten Jahres durchgeführt worden war, werden in einem aktuellen t3n-Artikel aufgegriffen. T3n zufolge erklärten über alle Themenbereiche hinweg 78 Prozent der Befragten, dass sie mit der Unterstützung seitens Amazon äußerst unzufrieden seien.

Abhängigkeit von Amazon 

Gleichzeit erwirtschaften Händler im Durchschnitt 51,2 Prozent ihres Gesamtumsatzes über Amazon, was die Abhängigkeit vom Marketplace-Giganten verdeutlicht. Bei Händlern, die über einen Zeitraum von mehr als fünf Jahren bei Amazon verkaufen, liegt dieser Wert bei 55 Prozent.

Lediglich fünf Prozent der Befragten erhalten eigenen Angaben zufolge „eine zufriedenstellende Unterstützung durch den Händlersupport“, wie t3n berichtet (vgl. t3n.de, 19.04.2021).

Ein Blick auf die Kritikpunkte

In der Kritik stünde beispielsweise der Preiskampf in Verbindung mit Amazons Buybox. So müsse das entsprechende Produkt durchschnittlich 22,3 Prozent günstiger sein als das vergleichbare Amazon-Produkt.

Falsche Artikellöschungen 

Darüber hinaus haben vier von fünf Händlern offenbar bereits Erfahrungen mit Artikellöschungen gemacht; beispielsweise bedingt durch Vorwürfe, gebrauchte oder gefälschte Ware zu vertreiben.  Hier seien die Unterstellungen besonders häufig nicht gerechtfertigt gewesen.

Einbehalt von Geld 

Weitere Kritikpunkte der Händler seien beispielsweise auch der Einbehalt von Geld durch Amazon oder eine mangelnde Transparenz bei der von Amazon genutzten Algorithmen zur Vorgabe des Verkaufspreises.

Stellungnahme von Amazon 

Für Amazon selbst seien die Vorwürfe nicht nachvollziehbar. Das Unternehmen habe angegeben, sich an den BVOH wenden zu wollen.

„(…) Wir geben jedes Jahr Milliarden aus, um Verkaufspartner zu helfen, auf unseren Websites erfolgreich zu sein, ihren Traffic zu steigern, unsere Server und Infrastrukturen zu nutzen, die unseren Online Store jederzeit offen halten, sowie Betrug und Missbrauch zu bekämpfen“ (vgl. t3n.de, 19.04.2021).

7 Mai 2021

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