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Die eigens entwickelte CRM-Software von Lyft

Individual- oder Standardsoftware? Der US-amerikanische Fahrdienstvermittler Lyft hat diese Frage für sich beantworten können.

In Bezug auf CRM-Software haben sich Lösungen von der Stange bislang als beliebter erwiesen. Obgleich die interne Entwicklung einer personalisierten CRM-Software zunächst verlockend klingen mag, geht damit auch eine Langzeitverpflichtung einher (vgl. www.automotiveit.eu, 27.10.2020).

Vorteile einer Standardsoftware

Denn auch das eigens entwickelte System muss kontinuierlich weiterentwickelt und gepflegt werden. Da viele Unternehmen diese Verpflichtung nicht eingehen wollen oder schlicht nicht über die nötigen Ressourcen oder Kapazitäten verfügen, haben sich Systeme von der Stange als beliebter erwiesen.

Für wen eignet sich Individualsoftware?

Für Unternehmen mit einer geschäftsbedingten Nähe zur Softwareentwicklung ist die Entwicklung einer eigenen CRM-Software meist leichter umzusetzen als für gänzlich branchenferne Unternehmen.

Bei Lyft ist diese Branchennähe gegeben. Die Plattform, über welche das Unternehmen Fahrdienstleistungen vermittelt, ist letztlich sein Alleinstellungsmerkmal.

Doch welche Gründe bewegen branchennahe Unternehmen wie Lyft dazu, mit der Entwicklung einer eigenen CRM-Software zu beginnen?

Individuelle Anforderungen, individuelle Lösungen

Fahrdienstleister Lyft konnte Automotive IT zufolge durch die Verbesserung des Akquisitionsprozesses ein Umsatzwachstum verzeichnen. Teil der Verbesserung seien unter anderem auch gebietsspezifische Marketing-Kampagnen gewesen.

Die Koordination dieser Kampagnen habe sich für das Unternehmen jedoch als umständlich erwiesen.

„Solche Kampagnen zu koordinieren, erwies sich als zeitintensiv (…). Deshalb wollten wir sie automatisieren.“ - Ajay Sampat, früherer Senior Engineering Manager bei Lyft (vgl. automotiveit.eu, 27.10.2020).

Anforderungen des Unternehmens

Eine für das Unternehmen geeignete CRM-Software musste also in der Lage sein, Marketing-Kampagnen durch Automatisierungen effizienter zu gestalten. Dabei zählten zu den konkreten Anforderungen des Unternehmens auch:

  • Wahrscheinlichkeitsprognosen
  • Ermittlung von Messgrößen zur Zuweisung von Marketing-Budgets
  • Automatisierte Verteilung der Budgets über tausende Anzeigenkampagnen

Die Daten, die dabei letztlich aus Vertriebs- und Marketing-Kampagnen resultieren, fließen schließlich in das vom einem KI-System genutzte Feedback zum verstärkenden Lernen ein, wie automotiveit.eu berichtet.

Eigenentwicklung als adäqaute Alternative im Einzelfall 

Nach einer ausgiebigen Marktsondierung unter Berücksichtigung dieser individuellen Anforderungen hatte sich Lyft für die Entwicklung eines eigenen Systems entschieden. Die Eigenentwicklung sei der „bessere, günstigere und individuellere“ Ansatz.  

Obgleich sich die Entwicklung einer eigenen CRM-Software in manchen Fällen als geeignet erweisen mag, ist eine weitgreifende Entwicklung in diese Richtung; auch für kleinere, branchenferne Unternehmen; noch unrealistisch. 

22 März 2021

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