Viel Bewegung auf dem CRM-Markt

Viel Bewegung auf dem CRM-Markt

Was uns die jüngsten Übernahmen von Google, Salesforce, Microsoft und vielen anderen Big Playern über die Zukunft am CRM-Markt verraten.

Zurzeit ist viel Bewegung auf dem CRM-Markt weltweit zu vernehmen. Immer mehr große Anbieter suchen nach ihrem Stück vom vielversprechenden Kuchen. Bereits im vergangenen Jahr kündigte Microsoft eine Kooperation mit SAP und Adobe an, die nicht weniger zum Ziel hatte, als den CRM-Markt zu revolutionieren. Was damals als eine Kampfansage an den Marktführer Salesforce verstanden werden konnte, setzt sich derzeit munter fort. Amazon, Google und nicht zu Letzt auch Salesforce selbst reagieren mit jeweils eignen Strategien. Man hat offensichtlich die Macht der Daten erkannt und weiß um deren Wert hinsichtlich der Analysemöglichkeiten. Doch im Einzelnen:

Google erwirbt Looker

Den Anfang macht Google, bzw. der Dachkonzern Alphabet mit der Übernahme des Analytics-Startups Looker für rund 2,6 Milliarden USD. Der Startup spezialisierte sich auch Big-Data-Analysen und Business Intelligence und bietet cloudbasierte Funktionen zur Datenanalyse, zur strategischen Planung oder auch für Dashboards an. Thomas Kurian, Chef der Google Cloud gab an, man wolle seiner Multi-Cloud-Strategie treu bleiben und die Funktionen von Looker beibehalten und weiterentwickeln. (vgl. Sawall, 06.06.2019 auf www.golem.de) Denn die Software von Looker funktioniert nicht nur mit der Google-Cloud-Plattform, sondern auch mit allen anderen wichtigen Clouds wie dem Amazon Web Service oder auch Azure von Microsoft. 

Salesforce mit teuerster Übernahme in der Geschichte

Um zukünftig ebenfalls im Bereich Cloud-unabhängiger Business-Intelligence-Software bestehen zu können, kaufte Salesforce eine Woche nach Bekanntgabe der Übernahme Lookers durch Google, das Datenanalyseunternehmen Tableau und legte die Rekordsumme von 15,7 Milliarden USD auf den Tisch. Der CRM-Marktführer arbeitet kräftig an seiner Strategie auch auf anderen Märkten zu wachsen und zu einem Technologieriesen zu werden. Da das Wachstum in der Cloud an die Grenzen stößt, muss also an anderer Stelle investiert werden. Doch ob die Lösungen von Tableau, wie auch jene von Mulesoft, die man im vergangenen Jahr für rund 6,5 Milliarden USD kauft, durch Salesforce wirklich gewinnbringend weiterentwickelt werden können, oder ob dieses das Unternehmen einfach nur im Spiel halten sollen, bleibt fraglich. (vgl. www.fool.de vom 19.06.2019) Zumindest der Zukauf von Mulesoft brachte Salesforce allein im vergangenen Quartal eine Umsatzsteigerung von 24% und eine Gewinnsteigerung von 14% auf rund 392 Millionen Dollar. (vgl. mg/dpa-afx vom 11.06.2019) 

Datenschutz macht Analyse unabdingbar

Ein Kundenbeziehungsmanagement-System ist längst nicht mehr nur dafür da, Kontakte zu speichern und bei Bedarf auf diese zurückgreifen zu können. In Zeiten von BI und Big Data werden die Analysen und Auswertungen dieser Daten immer wichtiger. Unternehmen müssen deutlich kundenzentrierter agieren, also noch vor 10 Jahren. Heute werden Kundenwünsche immer individueller und diffiziler umzusetzen.

Um sich am Markt behaupten zu können ist es für Unternehmen aller Art daher unbedingt notwendig seine Kunden zu kennen und deren Bedürfnisse vorhersagen zu können, um diese zu befriedigen, noch bevor andere Anbieter dies tun können. CRM-System liefern dabei die Daten, Analysesoftware die Ergebnisse. Gerade in Europa ist Dank der DSVGO jedoch ein unbekümmertes Treiben mit personenbezogenen Daten nicht einfach so möglich. Daher müssen Unternehmen noch gezielter in die Analyse einsteigen, um valide Ergebnisse erhalten zu können. 

5 Juli 2019

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