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4 Eigenschaften einer Apothekensoftware

Warum eine Apothekensoftware über Kassensoftware, Bestands- und Rezeptverwaltung und ePA verfügen sollte.

Software für das Kundenbeziehungsmanagement wird auch als CRM-Software bezeichnet. Mithilfe eines derartigen Systems lassen sich sämtliche Kundenbeziehungsprozesse digital abbilden, verwalten, steuern, optimieren und automatisieren. Grundsätzlich können Unternehmen jeder Branche von der Nutzung einer CRM-Software profitieren. Die Anforderungen an ein geeignetes System variieren jedoch von Branche zu Branche teils stark. Im Folgenden wollen wir uns daher einmal näher mit einigen, wichtigen Eigenschaften und Funktionen einer CRM-Software für Apotheken auseinandersetzen und aufzeigen, worauf Apotheken auf der Suche nach einem adäquaten System besonders achten sollten. Dabei sollte jedoch vorweggenommen werden, dass es sich lediglich um eine Übersicht handelt und keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit erhoben wird.

Inhaltsverzeichnis

Ein Blick auf Apotheken

Als Apotheken werden Orte bezeichnet, an welchen Medizinprodukte und Arzneimittel hergestellt, abgegeben und geprüft werden. Zu den Kernaufgaben des Apothekenpersonals gehört es, die Kunden vollumfänglich zu beraten. Dazu gehört, sie über mögliche Nebenwirkungen und Wechselwirkungen aufzuklären oder sie mit der Einnahme; sofern nicht anders verordnet; vertraut zu machen. Neben Medizinprodukten und Arzneimitteln werden in Apotheken darüber hinaus noch sogenannte „Apothekenübliche Mittel“ vertrieben. Dazu zählen beispielsweise Nahrungsergänzungsmittel, Mittel mit gesundheitsförderndem Bezug oder Kosmetika.

Aufgabe einer Apotheke

Die Grundaufgabe einer Apotheke besteht darin, die ordnungsgemäße Versorgung mit Arzneimitteln der allgemeinen Bevölkerung sicherzustellen. Hierbei handelt es sich um eine gesetzliche geregelte Aufgabe als Bestandteil des Gesundheitssystems, welche im Apothekengesetzt geregelt ist und dessen Einhaltung von den Bundesländern überwacht wird. Der Verkauf der Arzneimittel muss dabei durch pharmazeutisches Personal erfolgen.

Einzelhandel

Aus diesem Aufgabenbereich wird deutlich, dass Apotheken einerseits dem Gesundheitswesen und andererseits auch dem Einzelhandel zuzuordnen sind. Jedoch handelt es sich um eine bestimmte Form des Einzelhandels. Ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal liegt beispielsweise in der Ausgabe verschreibungspflichtiger Produkte.

Software für Apotheken

Im Folgenden wollen wir uns nun einmal exemplarisch mit einigen, wichtigen Funktionen einer CRM-Software für Apotheker auseinandersetzen. Nicht all diese Funktionen müssen zwangsläufig dem Einsatzgebiet einer CRM-Software zugeordnet werden. Jedoch lassen sie sich über eine entsprechende Anbindung mit dem System verknüpfen, sodass ein möglichst nahtloser Daten- und Informationsaustausch gewährleistet wird.

1. Kassensoftware

Im Idealfall sollte eine CRM-Software für Apotheken über eine Schnittstelle zu Kassensystemen verfügen. Diese spielen im Einzelhandel im Allgemeinen eine übergeordnete Rolle. Bei Apotheken kommen dabei zusätzlich Kundentreueprogramme zum Tragen. Gesonderte Kassensysteme können so beispielsweise auch Kundenkarten erfassen. So werden die Kundenbindungsprogramme von Apotheken vollumfänglich unterstützt.

2. Rezept- und Medikationsmanagement

Darüber hinaus sollten Softwaresysteme für Apotheken über grundlegende Funktionen verfügen, derer es in diesem Bereich zumeist bedarf. Dazu zählen unter anderem die Rezept- und Medikationsverwaltung. Das volle Potenzial einer CRM-Software entfaltet sich in diesen Bereich vor allem dann, wenn sie an eine entsprechende ERP- bzw. DMS-Software angebunden ist. Im Bereich der Rezeptkontrolle spielt vor allem die Vermeidung von Retaxationen bzw. Retaxierungen eine wichtige Rolle. Hierbei handelt es sich um ein Szenario, in welchem die Krankenkasse die Erstattung oder Zuschläge eines durch die Apotheke bereits abgegebenen Arzneimittels verweigert. Durch den Einsatz einer geeigneten Software für Apotheker lässt sich im Rahmen der digitalen Rezeptkontrolle dieses Risiko minimieren.

3. Warenwirtschaft und Bestandsverwaltung

Die Aufgabenbereiche Warenwirtschaft und Bestandverwaltung lassen sich traditionell eher einer ERP-Software zuordnen. Unabhängig davon, in welchem Softwaresystem sie eingebettet sind; Apotheken können stark von der Nutzung einer Software mit digitaler Warenwirtschaft und Bestandverwaltung profitieren. Auf diese Weise ist auf den ersten Blick ersichtlich, wann eine Nachbestellung aufgegeben werden muss. Engpässen wird somit zielgerichtet vorgebeugt.

4. Elektronische Patientenakte

Die elektronische Patientenakte können seit dem 1. Januar 2021 alle gesetzlich Versicherten erhalten. Hier werden alle medizinischen Befunde sowie wichtige Informationen aus vorhergehenden Behandlungen und Untersuchungen gespeichert und lassen sich über die Grenzen von medizinischen Einrichtungen hinaus teilen. Die ePA vernetzt somit Versicherte mit Krankenhäusern, Ärztinnen und Ärzten und Apotheken. Als zugriffsberechtigter Leistungserbringer können auch Apotheken auf die elektronische Patientenakte zugreifen. Dazu bedarf es jedoch einer geeigneten Softwarelösung, die die ePA unterstützt. So wird die digitale Transformation auch ins Gesundheitswesen getragen und erleichtert die Kommunikation zwischen medizinischen Einrichtungen und Patienten.

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